Cassius Marcellus Clay wurde am 17.02.1942 in Kentucky geboren. Eines Tages wurde ihm sein Fahrrad gestohlen. Darüber war er damals so wütend, dass er mit dem Boxtraining begann, um bei einem eventuellen Zusammentreffen mit dem Dieb Rache nehmen zu können.
Im Alter von 16 Jahren verließ Cassius die Schule und konzentrierte sich nur auf das Boxen. Er gewann im Verlauf seiner anfänglichen Karriere sämtliche nationale Titel. 1960 gewann Clay bei den Olympischen Spielen in Rom sogar die Goldmedaille im Halbschwergewicht. Sein Selbstbewusstsein war so groß, dass er das Ende seiner Kämpfe immer sehr prahlerisch voraussagte, mit ihm als Sieger versteht sich. Durch diese großspurigen Aussagen bekam er 1964 die Chance auf einen Weltmeisterschaftskampf gegen Sonny Liston, den Cassius Clay auch gewann. Seine Worte nach dem Sieg im Ring waren:„I´m the greatest“ und gingen um die Welt.
Im Verlauf des Jahres machte Clay seine Mitgliedschaft in der „Nation of Islam“ öffentlich und wählte Muhammad Ali als Name aus. 1965 kam es zu einem Rückkampf mit Liston, der noch spektakulärer enden sollte. Mit einem so genannten „Phantomschlag“ schickte Ali Liston zu Boden.
Mitte der 60er Jahre war er auf dem Höhepunkt seiner Karriere, dennoch erkannte man ihm den Titel 1967 ab, da er den Wehrdienst verweigert hatte. Nach einer dreijährigen Pause fand im Jahr 1971 „Der Kampf des Jahrhunderts“ gegen Joe Frazier statt, bei dem er seine erste Niederlage einstecken musste. Zwei Jahre später erhielt er gegen Ken Norten seine zweite Niederlage und erlitt sogar einen Kieferbruch.
Vor der Revanche gegen Norten rief er seinen berühmt berüchtigten Spruch, „schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene (Float like a butterfly, sting like a Bee)“. Die Revanche glückte aufgrund eines Punktsiegs. 1974 gewann Muhammad Ali den zweiten Kampf gegen Frazier nach Punkten und somit war der Weg frei, um gegen den amtierenden Weltmeister George Foreman antreten zu können.
1974 in Kinshasa beim „Rumble in the Jungle“ war es also soweit. Vorher brachte Ali die Einwohner auf seine Seite und egal wo hin er ging, die Leute riefen, „Ali boma ye“(Ali töte ihn). In Runde 8 schlug Ali Foreman KO. Er war wieder Weltmeister im Schwergewicht. Nach einigen Siegen, wie auch zum dritten Mal gegen Frazier im „Thriller in Manila“, verlor der Champ 1978 überraschend( nicht austrainiert) gegen den Boxer Leon Spinks.
7 Monate später jedoch sollte er im Rückkampf zum dritten Mal Schwergewichtsweltmeister werden. Sein Karriereende folgte nach Niederlagen gegen Larry Holmes und Trevor Berbick. 1982 diagnostizierten die Ärzte bei Ali das Parkinson Syndrom. Es folgten viele Auszeichnungen nach seiner Karriere, wie zum Beispiel die Freiheitsmedaille oder die Auszeichnung zum Sportler des Jahrhunderts 1999. Er war und ist einer der größten Sportler aller Zeiten und wird es immer bleiben. Seine Tochter Laila Ali hat sich ebenfalls für eine Boxkarriere entschieden. Ob sie in die großen Fußstapfen ihres Vaters treten kann, wird sich zeigen.
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