Die Tour de France, welche seit 1903 ausgetragen wird, ist das berühmteste Radrennen der Welt. Bis zu 24 Etappen auf 3500km verteilt beinhaltet die Strecke in Frankreich.
Leider verbindet man dieses Rennen immer wieder mit Doping und das schon seit den 60er Jahren. Der erste Dopingtest fand 1966 in Bordeaux statt. Ein Jahr später gab es den ersten Toten, der Fahrer Tom Simpson starb bei einer Etappe. 1998 wurde zwar keiner der so Festina-Fahrer positiv auf Doping getestet, dennoch wurde das Festina Team von der Tour ausgeschlossen. Marco Pantani, der spätere Sieger der Tour wurde ein Jahr später überführt.
2004 fand man Pantani tot in einem Hotelzimmer in Rimini. Der Grund für seinen Tod war eine Überdosis Kokain. Ob dies jedoch mit dem früheren Doping zu tun hat konnte und kann bis heute niemand wirklich sagen. Zwei Jahre später gab es einen der größten Dopingskandale im Radsport. 58 Dopingverdächtige wurden ermittelt, darunter Jan Ullrich, Ivan Basso oder Oscar Sevilla. Dies führte zum Ausschluss der Verdächtigten. Sogar der Toursieger des Jahres 2006, Floyd Landis, wurde des Dopings, welches durch Testosteron herbeigeführt wurde, überführt. Somit wurde im September 2007 Oscar Pereiro Sio neuer Gesamtsieger.
2007 war Doping wieder das beherrschende Thema bei der Tour der France. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender brachen damals sogar die Übertragung der Tour ab. Selbst Menschen mit wenig oder keiner Erfahrung mit dem Thema Doping können sich denken, dass kaum jemand in der Lage sein kann, solche langen Strecken tagtäglich mit Höchstleistung zu meistern. Natürlich gibt es auch Fahrer die nicht dopen, aber die meisten der Topfahrer nehmen Hilfsmittel, weil man sonst nicht mehr mit den Besten mithalten kann.
Leider spielen Geld und Ruhm bei der Tour de France immer größere Rollen. Sobald dies der Fall ist, ist den meisten Menschen immer wieder jedes Mittel Recht. Die Tour de France ist auf jeden Fall nur noch unnatürlich und unrealistisch. Trauriger weise sind die Fahrer, die nicht dopen, die Verlierer in diesem Spiel. Jedoch sind die nicht gedopten Sportler definitiv als die moralischen Sieger zu betrachten. Sie gehen mit gutem Beispiel voran, was ihnen aber dummerweise kaum Geld oder Berühmtheit verschafft. Vielleicht kommt es ja in der Zukunft zu einer Wendung und die Vernunft hält wieder Einzug in diesen Sport. Zu allem Unglück ist leider nicht nur der Radsport von Dopingmissbräuchen betroffen. Man hört immer wieder und vor allem immer häufiger Meldungen über Dopingfälle in vielen anderen Sportarten. Aber das ist ein anderes Thema.
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